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Ich bin da, wenn Sie

Unterstützung brauchen

 

Onlinemediatorin seit 2016

Reanet Genter - Geschwistermediation

Ich bin da, wenn Sie

Unterstützung brauchen

Onlinemediatorin seit 2016

Warum mir Geschwisterkonflikte so vertraut sind

Von Verantwortung zur Augenhöhe

Mit zehn Jahren wurde ich große Schwester – und ein Stück weit Ersatzmutter.
So habe ich früh gelernt, wie sich Verantwortung anfühlt, die ich mir nicht ausgesucht habe.

Ich habe meinen Bruder gefüttert, gewickelt, getragen. Dinge, die für mich selbstverständlich wurden. Ich tat, was gebraucht wurde. So entstand eine besondere Nähe zwischen uns als Geschwister.

Viele Jahre später – alles war anders

Während der Corona-Zeit begann mein Bruder, den Kontakt zu unserer Mutter stark zu steuern. Er legte fest, was gesagt werden sollte und was nicht. Für mich fühlte sich das bestimmend an – und ich geriet innerlich wie äußerlich an meine Grenzen.

Das blieb nicht folgenlos.

Was uns schließlich wieder zusammengebracht hat, war etwas, das man sich nicht wünscht: der Tod unserer Mutter. In dieser Zeit mussten wir Entscheidungen gemeinsam treffen. Nicht aus alten Rollen heraus, sondern weil es in dieser Situation notwendig war.

Zum ersten Mal seit Langem ging es nicht darum, wer bestimmt oder wer sich anpasst. Es ging darum, Verantwortung zu teilen. Ganz viel zu besprechen und abzustimmen. Und vor allem sich gegenseitig zu vertrauen. Zuerst vorsichtig, dann, nach und nach entstand wieder eine echt gute Geschwisterbeziehung.

Und es entstand Augenhöhe. 

Kurz vor dem Tod unserer Mutter wurde mein Neffe geboren. Mein Bruder schickte mir schon ab den ersten Lebenstagen Fotos – kleine Zeichen dafür, dass er mich in seinem neuen Kapitel dabeihaben wollte. Als ich ihm das alte Schaukelpferd schenkte, das unser Großvater für unseren Vater gebaut hatte und das ich restaurieren ließ, standen ihm Tränen in den Augen.

Schaukelpferd

In einem Gespräch über die Nachlassregelung sagte er schließlich einen Satz, der bis heute nachklingt:
„Jetzt fühlt sich unsere Beziehung wieder so gut an wie früher.“

Was ich daraus verstanden habe

Seitdem weiß ich noch klarer, wie tief Geschwisterbeziehungen wirken. Wie sehr sie von alten Rollen, unausgesprochenen Erwartungen und Loyalitäten geprägt sein können – und wie viel sich verändern kann, wenn diese Muster sichtbar werden.

Nicht alles lässt sich auflösen. Aber vieles lässt sich klären.

Wie ich heute arbeite

Aus diesen Erfahrungen heraus arbeite ich heute als Mediatorin und begleite Menschen, die Konflikte mit ihren Geschwistern klären möchten.

Durch meine eigenen Erfahrungen mit familiären Rollenverschiebungen, Pflege- und Nachlassfragen kenne ich die Stolpersteine, die Geschwisterbeziehungen belasten können. Und ich weiß, wie entlastend es ist, wenn Dinge ausgesprochen werden dürfen, ohne dass sie eskalieren.

Ihr nächster Schritt

Wenn Sie klären möchten, welcher nächste Schritt für Sie sinnvoll ist, lade ich Sie zu einem kostenfreien persönlichen Erstgespräch ein. Im gemeinsamen Gespräch schauen wir, wo Sie stehen, was Sie im Moment am meisten belastet und welche Form der Begleitung für Sie passend ist.

Geschwisterbeziehungen sind ein Leben lang wirksam. Klarheit, Entlastung und neue Formen des Miteinanders sind möglich – auch dann, wenn es sich im Moment noch nicht so anfühlt.


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